Bubble Tea Spuck-ANGRIF

Bubble Tea Angriff

Foto: Stephan Gatzen

Es sah aus, wie nach einer Paintball-Schlacht. Alles total versaut mit Popping Bobas und Tapioka Kügelchen. So präsentierte sich der U-Bahnhof am König-Heinrich-Platz in der Duisburger City.

Hier haben Jugendliche ihren Frust raus gelassen oder einfach nur in Übermut mit den Kügelchen aus dem Bubble Tea die Gegend beschossen. Vielleicht haben diese ja auch die Strohhalme mit einer Paintgun verwechselt, könnte ja sein. Die Paintball-Munition haben diese mit den kaugummiartigen Kügelchen aus dem Bubble Tea vertauscht und das sieht ehrlich gesagt nicht sehr appetitlich aus. Da die Popping Bobas mit flüssigem Sirup gefüllt sind, der auch noch mit verschiedenen Farben eingefärbt wurde, hat man hier ein buntes Muster aus allen Farben geschossen, dass man sich wirklich nur noch wundern kann.

Da immer mehr dieser Bubble Tea Läden in den Innenstädten aus dem Boden schießen, kann man schon jetzt davon ausgehen, dass diese Art der Dekoration noch größere Wellen tragen wird. Das sorgt bei vielen Leuten für einen Ekel-Alarm. Diese Getränkebeimischung wird von vielen Jugendlichen nur zum Weit-Spucken benutzt.

Gerade im Sommer ist das nicht eine ungefährliche Anwandlung, denn der zuckersüße Sirup zieht nicht nur die Blicke auf sich, sondern auch die Bienen und Hummeln, auch ab und an kann man eine Hornisse beobachten, die sich an den Flecken labt.

Aber lassen Sie uns nochmals zum U-Bahnhof zurückkehren. Die hier veranstaltete Schweinerei konnte nur nachts entfernt werden, wegen des Zugverkehrs war dieses tagsüber nicht möglich. Das hat die Duisburger Verkehrsgesellschaft runde 4.000 Euro gekostet. Was die Jugendlichen nicht bedacht haben, dass es sich hier um Sachbeschädigung handelt. Wenn diese dabei erwischt werden, kann es zu einer Anzeige kommen, was richtig ins Geld gehen kann. Außerdem kommt hier noch eine Ordnungsstrafe von 30 Euro auf die Jugendlichen zu.

Aber nicht nur im U-Bahnhof geht dieses sinnlose bespucken der Wände und Glasflächen vonstatten, auch in der Fußgängerzone, dort wo die Bubble-Tea Läden sind, kommt es immer häufiger zu solchen Attacken. Hier wurden die Bubble Tea Ladenbesitzer angehalten, die Jugendlichen doch aufzuklären, auf dieses Weitschießen zu verzichten. Ob diese Aufklärung was bringt, steht natürlich in den Sternen. Selbst in den Mietverträgen ist festgehalten, dass die Ladenbesitzer ihre Kundschaft belehren müssen, nicht mit den Kügelchen auf Gegenstände oder Personen zu schießen.

Hier sollte man davon ausgehen, dass es immer ein paar Unbelehrbare gibt, die trotz Belehrung weitermachen. Diese Jugendlichen kann man auch nicht mit einer Strafe von 30 Euro dazu verleiten, damit aufzuhören. Hier sollte man hingehen, und diesen Jugendlichen den Schaden unter Aufsicht beseitigen zu lassen.

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